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Die unbequeme Frage

Macht KI Online-Marketer überflüssig?

Eine berechtigte Frage, bevor man fünf Monate in einen Skill steckt. Die kurze Antwort: KI übernimmt gerade den Teil der Arbeit, der ohnehin am schlechtesten bezahlt war. Der Teil, für den Unternehmen wirklich Geld ausgeben, wird dadurch teurer. Warum das so ist, steht hier. Ohne Hype in die eine und ohne Beruhigung in die andere Richtung.

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Was KI heute wirklich übernimmt

Ohne Schönfärberei: eine ganze Menge. Anzeigentexte in zwanzig Varianten, Bildideen, erste Entwürfe für Landingpages, Auswertungen zusammenfassen, Zielgruppen-Recherche vorstrukturieren. Aufgaben, für die vor drei Jahren noch jemand einen halben Tag gebraucht hat.

Wer als Marketer hauptsächlich Texte in Vorlagen füllt, bekommt ein Problem. Das ist keine Prognose. Es passiert bereits.

Nur war genau dieser Teil auch vorher schon der am schlechtesten bezahlte. Kein Unternehmen zahlt 3.000 Euro im Monat für Textvarianten. Bezahlt wird dafür, dass am Ende mehr Kunden kommen.

Wo sie zuverlässig scheitert

Drei Dinge kann KI derzeit nicht, und keines davon sieht danach aus, als würde es sich bald ändern:

  1. Verantwortung tragen. Die Systeme entscheiden längst selbst, wo eine Anzeige ausgespielt wird. Aber wenn am Monatsende 5.000 Euro weg sind und nichts zurückkam, ruft der Kunde nicht bei Google an. Er ruft bei dir an.
  2. Wissen, was hier gilt. KI kennt den Durchschnitt des Internets. Sie kennt weder deinen Kunden noch seinen Markt, sein Budget und die drei Dinge, die er letztes Jahr schon erfolglos probiert hat.
  3. Beurteilen, was gut ist. Fünfzig Varianten in Minuten, kein Wort darüber, welche funktioniert. Diese Entscheidung trifft weiter jemand, der weiß, worauf er schaut.

Der praktische Test: Lass dir von einer KI eine komplette Kampagne erstellen. Du bekommst etwas, das gut aussieht. Ob es funktioniert, weißt du erst, wenn Geld durchgelaufen ist. Genau dafür wird jemand bezahlt: damit dieses Geld nicht verbrannt wird.

Was dadurch wertvoller wird

Wenn das Handwerk billiger wird, verschiebt sich der Wert nach oben. Dasselbe ist passiert, als Baukastensysteme das Webdesign erreicht haben: Wer Seiten nur zusammengeschoben hat, verlor. Wer verstand, warum eine Seite verkauft, hatte danach mehr Arbeit als vorher.

Konkret steigt der Wert von drei Dingen:

  • Urteilsvermögen. Aus fünfzig Varianten die richtige wählen und begründen können.
  • Verständnis für Zahlen. Erkennen, ob eine Kampagne profitabel ist oder nur gut aussieht.
  • Der Draht zum Kunden. Zuhören, einordnen, unbequeme Dinge sagen. Der am wenigsten automatisierbare Teil. Und der, über den langfristige Zusammenarbeit entsteht.

Was das heißt, wenn du jetzt anfängst

Lern den Skill, nicht das Werkzeug. Werkzeuge wechseln jedes Jahr. Was bleibt, ist zu verstehen, warum Menschen kaufen, wie man das misst und wie man ein Budget so einsetzt, dass mehr zurückkommt als reingeht.

Und benutz die KI vom ersten Tag an. Als Ersatz fürs Lernen geht das schief, weil du nicht beurteilen kannst, was sie dir ausgibt. Als Werkzeug, das dir Arbeit abnimmt, sobald du weißt was du tust, ist sie unbezahlbar.

Ehrlich gesagt: Wir schreiben das aus Überzeugung, aber wir haben keine Glaskugel. Niemand weiß genau, wie dieser Beruf in fünf Jahren aussieht. Sicher ist nur: Unternehmen werden auch dann Kunden brauchen, und jemand wird dafür geradestehen, dass sie kommen.

Wenn du raus aus dem 9-to-5 willst

Fünf Monate Online-Marketing mit Tim und Felix, die es selbst machen, einschließlich der Werkzeuge, die es heute gibt. Kein Videoarchiv, sondern jemand, der dich an die Hand nimmt. Der erste Schritt ist ein Gespräch, in dem wir dir sagen, ob es zu dir passt.

Kennenlernen anfragen

Kein Verkaufsgespräch, sondern ein ehrliches Kennenlernen - auch wenn dabei herauskommt, dass es nicht passt.

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